Auswahl der richtigen Vitamin D - Präparate

Viele im Handel erhältlichen Präparate sind von geringer Qualität, da sie zu niedrig dosiert sind und/oder unnötige Zusatzstoffe enthalten.

Inhaltsverzeichnis

    Kriterien

    Die zwei wichtigsten Faktoren für die Qualität eines Präparates ist einerseits die Herstellung in pharmazeutischer Qualität. Dabei werden die selben Maßstäbe angesetzt wie bei einem Medikament. Andererseits sollten nur die notwendigen Zusatzstoffe eingesetzt werden, sodass die Verträglichkeit verbessert wird. Derartige Präparate in pharmazeutischer Qualität findet man primär im Internet, von namhaften Herstellern wie Life Extension, Dr. Jacobs, Thorne Research, Pure Encapsulations oder Now Foods. (siehe Vitamin D Produktliste)

    In vielen Drogerien, Supermärkten und Apotheken finden sich zunehmend mehr Nahrungsergänzungsmittel. Mehr Menschen interessieren sich für ganzheitliche Konzepte, und so werden vermehrt auch Vitamin D-Präparate angeboten. Leider sind diese oft nicht von hochwertiger Qualität. Viele Produkte enthalten nur 400 bis 800 IE. Oft zu wenig, um eine wirksame Dosierung zu ermöglichen. Die Tabletten enthalten oft fragwürdige Zusatzstoffe wie Titandioxid und Povidon, die für Allergiker und Sensible problematisch werden können, und im Darm Entzündungen verursachen. Durch die geringe Dosis lässt das Preis-Leistungsverhältnis ebenfalls zu wünschen übrig.

    Die besten Vitamin D-Präparate

    Hochwertige Präparate sind sind oft mit verschiedenen Siegeln zertifiziert. So werden die Produkte von Pure Encapsulations und Thorne Research zum Beispiel in pharmazeutischer Qualität hergestellt, also unter den Bedingungen unter denen auch Medikamente hergestellt werden. Hochwertige Präparate enthalten keine problematischen Binde-, Füll- und Konservierungsstoffe. Die Dosierung liegt im optimalen Bereich zwischen 1.000 und 5.000 IE. Außerdem wird die bio-aktive Form von Vitamin D eingesetzt: Cholecalciferol (Vitamin D3).

    Hypoallergene Inhaltsstoffe

    Hypoallergen ist ein Produkt, dass möglichst wenige oder keine Stoffe enthält, die Allergien auslösen. Viele Nahrungsergänzungsmittel enthalten allergene Substanzen wie Erdnussöl, Pflanzenextrakte, Nano-Partikel und Soja.

    Selbst wenn die Liste der Zutaten scheinbar frei von allergenen Stoffen ist, ist für Allergiker Vorsicht geboten. Sofern das Produkt nicht als hypoallergen ausgezeichnet ist, können auch im Herstellungsprozess selbst geringe Mengen allergener Zutaten in das Produkt gelangen. Oft benutzen Hersteller für eine Vielzahl an Präparaten die gleichen Maschinen und Fließbänder. Bei hypoallergener Herstellung wird darauf geachtet, dass während der Produktion keinerlei Allergene in Kontakt mit dem Produkt kommen.

    Hypoallergen sind zum Beispiel Präparate von Thorne Research und Pure Encapsulations.

    In Öl gelöst

    Vitamin D-Präparate in Tropfenform (z.B. Dr. Jacobs oder Primal Sun) oder als Gelcaps (z.B. von Loges) enthalten etwas Öl. Vitamin D ist fettlöslich. Das heißt, es wird besonders gut vom Körper aufgenommen, wenn es in Öl gelöst ist. Daher sind diese Präparate etwas effektiver als Tabletten oder Kapseln. Aber auch bei Kapseln und Tabletten nimmt der Körper den Großteil des Vitamins auf. In der Praxis spielt es keine so große Rolle, da der Wirkstoff im Darm sehr gut aufgenommen wird. Daher gibt es in den USA zum Beispiel auch Orangensaft, der mit Vitamin D angereichert ist. Kapseln und Tabletten können dennoch mit einer fettreichen Mahlzeit (z.B. ein Glas Milch) kombiniert werden, um die Aufnahme zu steigern.

    Frei von Zusatzstoffen

    Wenn ein Produkt die Gesundheit erhalten oder verbessern soll, sollte es auch frei sein von Stoffen, die im Verdacht stehen, zu schaden. Dazu gehören zum Beispiel Nano-Partikel wie Titandioxid oder reaktive Stoffe wie Eisenoxid.

    Hersteller setzen diese Zusatzstoffe als Binde-, Füll- und Konservierungsstoffe ein. Es geht darum, die Herstellungskosten zu drücken. Darunter leidet jedoch die Qualität.

    Bei Vitamin D-Präparaten macht der tatsächliche Wirkstoff oft nur 0,2 % der Gesamtmenge aus.

    Zu den Zusätzen, die gerne verwendet werden, gehören zum Beispiel:

    Gummi Arabicum, Sonnenblumenlecithin, Tricalciumphosphat, Reismehl, Kaliumsorbat, Pfefferminzöl, Butylhydroxytoluol, Calciumhydrogenphosphat, Crospovidon, Gelatine, Magnesiumstearat, Natriumaluminiumsilikat, Povidon, Saccharose, Siliziumdioxid, modifizierte Stärke, mittelkettige Triglyceride, Reisstärke, Hydroxypropylmethylcellulose, Talkum, modifizierte Maisstärke, pflanzliches Öl (wie Kokosöl, Sonnenblumenöl, etc.)

    Viele Zusatzstoffe sind natürlich und unbedenklich. Dennoch ist es oft ein Zeichen von Qualität, wenn ein Herstellerauf den Großteil verzichtet und nur die absolut notwendigen Stoffe verwendet. Flüssige Vitamin D-Präparate sind oft frei von den meisten Zusätzen. Das Vitamin ist in derartigen Produkten nur in einem Öl wie Kokosöl gelöst und enthält ansonsten nur natürliche Konservierungsmittel wie Vitamin E.

    Direkt vom Hersteller

    Nur weil ein Produkt online oder in der Apotheke verkauft wird, heißt das noch nicht, dass hinter dem Firmenname auch der Hersteller selbst steckt. Viele Anbieter auf dem Markt der Nahrungsergänzungsmittel stellen ihre Produkte gar nicht selbst her.

    Das nennt sich White Label Produktion und ermöglicht es, Herstellung und Vertrieb voneinander zu trennen. Es ist kein Geheimnis, dass zum Beispiel viele sogenannte "Billigmarken" in Supermärkten in Wahrheit eine Zweitmarke namhafter Hersteller sind. Dies ermöglicht es den Herstellern, mit dem gleichen Produkt unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen.

    Hinter dem Vertrieb von verschiedenen scheinbar unterschiedlichen Nahrungsergänzungsmitteln stecken einige wenige Hersteller in Deutschland, die White Label Produktion anbieten. Das heißt nicht, dass die Qualität dieser Produkte geringer ist.

    Dennoch ist es für Kunden nicht nachvollziehbar, wer das Produkt wirklich hergestellt hat. Ein reiner Vertrieb beschränkt sich häufig allein auf den Verkauf und das Marketing, und weniger auf Fragen, die die Produkte selbst betreffen. Bei gesundheitlich sensiblen Themen wie Nahrungsergänzungsmitteln ist es wichtig, auf namhafte Hersteller mit einer langjährigen Reputation zurückzugreifen. Im Zweifelsfall findet man dort auch einen Ansprechpartner für Fragen, die das Produkt und dessen Herstellung betreffen.

    Hersteller, die ihre Produkte unter ihrer Eigenmarke vertreiben sind zum Beispiel Dr. Jacobs, Now Foods, Pure Encapsulations, Thorne Research und Life Extension.



    Online-Rezensionen sind nicht immer vertrauenswürdig

    Viele Bewertungen im Internet sind mittlerweile gekauft und geben nicht notwendigerweise die tatsächliche Produktqualität oder Nutzererfahrung wieder. Auch negative Bewertungen sind nicht per se glaubwürdig. Negative Reviews bei Konkurrenten erreichen genau wie gekaufte positive Rezensionen eine positivere Darstellung des eigenen Produkts.

    Die richtige Form: Vitamin D3

    Vitamin D kommt in verschiedenen Formen vor. Die für den Menschen nützliche Form ist Vitamin D3, auch Cholecalciferol genannt. Dieses natürliche Vitamin wird aus Schafwolle gewonnen.

    Manchmal setzen Hersteller auch Vitamin D2 (Ergocalciferol) ein, vor allem um Veganer zum Kauf zu bewegen. Die meisten Studien wurden jedoch mit Vitamin D3 durchgeführt, sodass viele gesundheitsbezogene Aspekte, die Vitamin D so beliebt machen, vermutlich nicht 1:1 so auf Vitamin D2 übertragbar sind. Vitamin D2 wird vom Körper schlechter verwertet, da es erst in Vitamin D3 umgewandelt werden muss.

    Die optimale Dosierung

    Eine wirksame Dosierung bewegt sich je nach persönlichen Zielen und Dauer der Anwendung im Bereich zwischen 1.000 und 10.000 IE Vitamin D. Wir empfehlen Produkte, die frei von unnötigen Zusatzstoffen sind, und so hochdosiert sind, dass nicht unnötig viele Kapseln oder Tabletten eingenommen werden müssen.

    Wichtig bei der Dosierung ist aber auch herstellerseitig die akkurate Mengenbestimmung. Untersuchungen konnten zeigen, dass billige Nahrungsergänzungsmittel hohe Abweichungen bei den tatsächlich im Produkt gefundenen Mengen an Vitamin D aufweisen. Wenn zum Beispiel 1000 IE als Dosis pro Tablette angegeben ist, kann die Abweichung durchaus +-20% betragen. Abweichungen sind hier natürlich völlig normal, da es unmöglich ist, exakt die angegebenen Mengen zu verwenden. Die Dosierungen von Vitamin D bewegen sich im Bereich von wenigen Mikrogramm. Hier zeigt sich jedoch auch, dass gerade bei Vitamin D sehr sorgsam vorgegangen werden muss. In der Vergangenheit kam es sporadisch vor, dass billige Nahrungsergänzungsmittel extrem hohe Mengen an Vitamin D enthielten. Angeblich ein Herstellungsfehler. Vermutlich eher Unachtsamkeit und die Gier nach dem schnellen Geld.

    Schwangerschaft, Stillzeit, Babies

    Präparate für Babies und Kleinkinder

    Babies und Kleinkinder vertragen flüssige Präparate für gewöhnlich am Besten. Hersteller, die in pharmaazeutischer Qualität in Deutschland produzieren, sind aufgrund der Qualität zu bevorzugen. Es gibt verschiedene Flüssigpräparate, die man auch über die Apotheken beziehen kann. Wichtig ist bei Flüssigpräparaten, bei der Dosierung vorsichtig zu sein und dem Baby nicht ausversehen zu viel Vitamin D zu verabreichen. Tabletten sind auch eine Option. Häufig treten bei Babies aber Unverträglichkeiten gegenüber Tabletten auf. Der Darm eines Babies ist sehr sensibel, da das Immunsystem und die Barrierefunktionen in dem Alter noch nicht ausgereift sind.

    Präparate in der Schwangerschaft und Stillzeit

    In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte ebenfalls besonders auf ein hochwertiges Präparat geachtet werden, also in pharmazeutischer Qualität und in Deutschland produziert.

    Unterschied zwischen der Art der Aufnahme

    Flüssigpräparate

    Flüssigpräparate in Tropfenform werden auch von der Mundschleimhaut aufgenommen. Sie können daher einfach auf die Zunge geträufelt werden und optional mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden.

    Wenn die Verträglichkeit oral nicht so gut ist, kann man sich die Tropfen auch auf die Haut träufeln und einreiben, am Besten im Bereich der Handgelenke. Es ist jedoch nicht bekannt, wie viel Vitamin D dabei vom Körper aufgenommen wird.

    Kapseln

    Kapseln haben den Vorteil, dass die Dosis pro Kapsel exakt festgelegt ist. Bei Tropfen sind Schwankungen in der Menge theoretisch möglich, je nach dem wie gut das Vitamin D in dem Fläschchen verteilt ist. Dadurch das sich das fettlösliche Vitamin D jedoch als Dispersion im Öl befindet, ist eine relativ gleichmäßige Verteilung gewährleistet.

    Dennoch bevorzugen einige Anwender die Einnahme von Kapseln, um sicherzugehen, dass sie kontinuierlich die gleiche Menge einnehmen. Bei Kapseln ist die Haltbarkeit vermutlich auch etwas länder, als bei Flüssigpräparaten.

    Am wichtigsten ist es jedoch, dass Präparate von Herstellern mit guter Reputation ausgewählt werden. Es kommt hin und wieder vor, dass Billigprodukte durch die unachtsame Herstellung zu viel Vitamin D enthalten, was gefährlich werden und zu einer Überdosierung führen kann.

    Am besten sind Hersteller, die in pharmazeutischer Qualität produzieren und schon lange mit guter Reputation auf dem Markt sind.

    Tabletten

    Auch Tabletten sind im Handel erhältlich. Sie enthalten jedoch verschiedene unnötige und teilweise bedenkliche Zusatzstoffe wie Nanopartikel. Für Manche gestaltet es sich als schwierig, Tabletten zu schlucken. Außerdem ist die Bioverfügbarkeit nicht so hoch, sofern die Tabletten kein Öl enthalten. Das heißt, das Vitamin D wird nicht so gut vom Darm aufgenommen. Dennoch erfüllen natürlich auch Tabletten ihren Zweck, sofern die Dosierung ausreichend ist.

    Tageszeit der Einnahme

    Der Körper aktiviert vor allem morgens Vitamin D. Der Vitamin D Rhythmus ist eng an den Rhythmus der Sonne angepasst, da die Eigensynthese von Vitamin D evolutionär gesehen eng mit der Sonne verknüpft ist.

    Daher ist der optimale Zeitraum zur Einnahme eines Präparates nach dem Aufwachen vor dem Frühstück.