FAQ - häufig gestellte Fragen



Allgemeine Fragen
Vitamin D ist ein für den Menschen essentieller Stoff, der durch Sonnenlicht in der Haut gebildet wird und sich auch in einigen Lebensmitteln befindet. Vitamin D ist fettlöslich und wird im Fettgewebe gespeichert.
Der Körper benötigt Vitamin D hauptsächlich für die Verwertung von Kalzium aus der Nahrung und den Einbau in die Knochen, außerdem stärkt es das Immunsystem. Vieles deutet darauf hin, dass Vitamin D für eine Großzahl an Stoffwechselprozessen wichtig ist. Die Forschung befindet sich noch in den Anfängen.
Vitamin D wird sowohl über- als auch unterschätzt. Im Mainstream ist die Bedeutung von Vitamin D noch nicht angekommen. Eine optimale Versorgung würde den kollektiven Gesundheitszustand enorm verbessern. Die jährlichen Grippewellen wären stark reduziert und viele Alterskrankheiten würden seltener vorkommen. In „alternativen“ Kreisen jedoch wird Vitamin D als Wundermittel glorifiziert, ohne die größeren Zusammenhänge zu beachten. Vitamin D hat einen wichtigen Platz als ein Mittel unter vielen in der Prävention und Heilung.
Kritiker sagen: Die meisten Studien über Vitamin D seien nicht aussagekräftig genug, um eine generelle Empfehlung zur Substitution zu ermöglichen. Für mehr Infos, siehe "Studien". Die fundamentale Kritik an Vitamin D ("unwirksam, gefährlich, Placebo") ist jedoch deplatziert. Vitamin D ist nicht die erste natürliche Substanz, die medial verteufelt wird. Vitamin D wirkt und ist extrem sicher, vor allem wenn man sich vorher informiert.
I.E. steht für Internationale Einheiten und bezieht sich auf eine festgelegte Menge an Vitamin D, die international standardisiert ist. I.E. lassen sich in mikrogramm umrechnen.

Bedarf
Der Bedarf an Vitamin D lässt sich nicht leicht generalisieren und hängt von vielen Faktoren ab wie Stresslevel, Alter, Krankheiten, Gewicht, Geschlecht, körperliche und psychische Prägungen, etc. Grob gesagt liegt der Bedarf aus allen Quellen bei ungefähr 2.000 - 5.000 I.E. täglich.
Knapp 2/3 der dt. Bevölkerung ist laut Untersuchungen des Robert-Koch Instituts unterversorgt, insbesondere im Winter. Dunkelhäutige Menschen, Migranten und alte Menschen sind häufiger betroffen.
Wie schnell sinkt der Vitamin D-Spiegel im Winter ab? Vitamin D wird als fettlösliche Substanz gut im Fettgewebe eingelagert. Vitamin D kann außerdem ein paar Monate in der Leber gespeichert werden. Dennoch gibt es keine klare Antwort auf die Frage, wie schnell der Spiegel absinkt. Der tägliche Verbrauch an Vitamin D schwankt von Mensch zu Menschen. Außerdem lässt sich anhand des Vitamin D-Spiegels im Blut nicht einwandfrei sagen, wie viel Vitamin D im gesamten Körper (also auch im Fettgewebe und den einzelnen Organen) gespeichert und somit verfügbar ist. Wichtig ist, dass die Winter in Deutschland zu lang und zu dunkel sind, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Selbst bei exzellenter Versorgung im Sommer.
Der Vitamin D-Spiegel fällt ab September sehr schnell ab, da die Sonne zu tief steht, um noch die Vitamin D-Synthese zu ermöglichen. Viele Menschen haben außerdem selbst Ende des Sommers einen relativ niedrigen Wert und somit kaum Vitamin D im Körper, welches im Winter genutzt werden kann. In den 6-7 dunklen Monaten wird daher nicht nur ein Großteil des Vitamin D verbraucht, der Körper fährt auch den Stoffwechsel herunter, um Vitamin D zu sparen. Dadurch sinkt zwar der Vitamin D-Verbrauch, die Gesundheit leidet jedoch darunter. Wer einen chronischen Mangel hat, belastet seinen Körper jeden Winter aufs Neue - und weil ein Sommer meist nicht ausreicht, um den Mangel auszugleichen, wird es von Winter zu Winter schlimmer, der Vitamin D-Stoffwechsel verlangsamt sich immer weiter, der Vitamin D-Wert fällt auf ein Minimum. Die einzige Lösung liegt häufig darin, größere Mengen Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, um den Körper wieder an ein normales Vitamin D-Niveau zu gewöhnen. Dazu sollte der Vitamin D-Spiegel Ende des Sommers bei ca 40-60 ng/ml liegen, und auch während der Winterzeit ca 2000 - 3000 IE Vitamin D pro Tag eingenommen werden.
Das hat viele Gründe. Das System ist nicht auf Prävention von Krankheit ausgelegt, Vitamin D-Prophylaxe wird nicht von den Kassen übernommen und Vitamin D ist nicht Teil des Lehrplans an Universitäten.

Versorgung
Bis zur „industriellen Revolution“ war die Versorgung sehr gut. Auf ihrem Höhepunkt war die Mangelversorgung am Größten, in den Städten kam es zu Rachitisepidemien und Knochendeformation insbesondere bei Kindern. Das war Ende des 19 Jahrhunderts. Seitdem hat sich die Versorgung etwas verbessert, ist aber immer noch nicht optimal.
Nur wenige Lebensmittel enthalten nennenswerte Mengen Vitamin D. Lebensmittel spielen keine große Rolle bei der Vitamin D-Versorgung.

Substitution
Ja, aber es gibt kaum Informationen oder Erfahrungswerte zu solchen Geräten. UVB-Strahler werden nur selten für den Zweck der Vitamin D-Synthese angeboten. Meistens dienen sie dazu, Autoimmunerkrankungen der Haut wie zum Beispiel Psoriasis (Schuppenflechte) zu behandeln. Für die Vitamin D-Produktion sind diese Strahler nicht stark genug. Die Anwendung von UVB-Strahlern ist kompliziert, da es bei falscher Anwendung auf der Haut sehr schnell zu sonnenbrandähnlichen Symptomen kommt und Maßnahmen zum Schutz der Augen vor den aggressiven UVB-Strahlen getroffen werden müssen. Zur Vitamin D-Produktion benötigen die eingesetzten Leuchtmittel mindestens 50-100 Watt Leistung. Bei Vitamin D-Unverträglichkeit und Sonnenmangel können UVB-Bestrahlungsgeräte eine gangbare Alternative darstellen.
Wir leben in einer Zeit, die von wachsender Zunahme an körperlichen Symptomen sowie kollektiver Hysterie geprägt ist. Nur wenige Menschen nehmen sich die Zeit, differenzierte Betrachtungen anzustellen. Stattdessen werden pauschal einfache Lösungen propagiert. Eine wachsende Industrie profitiert wirtschaftlich von der Angst um einen Viamin D-Mangel. Dazu zählen Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln sowie die Betreiber von scheinbar seriösen Gesundheitsseiten im Internet.
Eigentlich sollte die Fragen lauten: Wer sollte Vitamin D einnehmen. Leider ist eine Unterversorgung in Deutschland mittlerweile derart verbreitet, dass die Mehrheit der Menschen vermutlich zumindest von einer niedrig dosierten Einnahme profitert. Letztlich ist es eine persönliche Frage, und hängt vor allem vom eigenen Gesundheitszutstand, dem Blutwert und der Sonnenexposition ab. Die gesundheitliche Verfassung ist das primäre Maß, an dem die Dinge gemessen werden sollten. Es muss nicht zwingend sein, dass ein niedriger Blutwert eine Intervention erfordert.