"Sonnenstrahlen sind die Quelle der Lebensenergie."

- Albert Szent-Györgyi, Entdecker des Vitamin C

Über die Bedeutung von Vitamin D

Lebensenergie

Vitamin D ist ein biologisches Signal, ohne das menschliches Leben nicht möglich ist. Die Folge eines Vitamin D-Mangels ist eine Art chronischer Winterschlaf. Unser Organismus ähnelt in dieser Hinsicht dem von anderen Säugetieren. Dann läuft der Stoffwechsel auf Sparflamme. Geistige und körperliche Prozesse werden verlangsamt.

Die Sonne ist eines der wichtigsten Signale für die zelluläre Energieproduktion. Unter anderem produziert der Körper über die UVB-Strahlen der Sonne das lebensnotwendige Vitamin D. Ein ausgeprägter Mangel an Vitamin D kann oft nicht mehr allein durch Sonnenbaden behoben werden.

Die bekannteste Funktion von Vitamin D liegt darin, Mineralien wie Kalzium aus dem Darm aufzunehmen und in den Körper aufzunehmen.

Kalzium ist aber nicht nur wichtig für Knochen und Zähne, sondern reguliert als im Nervensystem als Neurotransmitter viele Prozesse. Sowohl körperliche als auch psychische. Vitamin D reguliert auch das Immunsystem, hilft also dabei, die Abwehrkräfte des Körpers gegen Eindringlinge von Außen zu erhöhen. Generell ist Vitamin D ein wichtiger "Player" in dem gesamten Zusammenspiel von Stoffen im menschlichen Körper und den einzelnen Zellen. Deshalb hat ein Vitamin D-Mangel so weitreichende Auswirkungen, von Antriebsschwäche, Schlafstörungen, Immunschwäche, Tinnitus bis chronischen Krämpfen oder Muskelschmerzen und sogar chronischer Depression.

Eine falsche Lebensweise

Wir nennen uns zwar "modern" und "fortschrittlich" aber die Wahrheit ist: Wir leben falsch. Wir schaffen ist nicht einmal, eines der fundamentalen Grundlagen der Gesundheit zu respektieren: Sonnenlicht.

Das fing mit der Industrialisierung an. Und das war auch die Zeit, wo die Menschen langsam immer mehr chronische Probleme entwickelten. Mittlerweile sind wir durch die technologische Entwicklung soweit vom Natürlichen entfernt, dass die Lebenserwartung zwar ansteigt, die gesunde Lebenszeit aber stetig abnimmt. Ergo: Wir werden als Gesellschaft immer kränker.

Auch wenn die Straßen der Städte heute nicht mehr von lichtundurchlässigem Smog durchzogen sind, ist die Versorgung mit Vitamin D nicht besser geworden.

Am stärksten scheint die Sonne um den Äquator herum. Deutschland ist relativ weit vom Äquator entfernt. Die Menschheit hat ihren Ursprung in Afrika. Evolutionär gesehen haben wir uns an stärkere Sonnenstrahlung angepasst. Selbst wenn wir naturgemäß leben und die Tage im Freien verbringen, wäre es schwierig, einen ausreichenden Vitamin D-Spiegel aufrecht zu erhalten. Zumindest im Winter.

Rachitis, die gefürchtete Knochendeformation durch Vitamin D-Mangel, ist zwar weitgehend verschwunden, aber nur weil Säuglingen generell Vitamin D-Pillen verabreicht werden. Da Sie vermutlich kein Säugling mehr sind, gibt es für Sie jedoch kein Präventivprogramm, niemand, der standardmäßig Ihren Vitamin D-Spiegel überprüft oder Sie nach Symptomen fragt. Das müssen Sie jetzt wohl selbst übernehmen.

Simple Lösungen

Vielleicht schleppen Sie sich seit Jahren mit Problemen herum, die durch einen niedrigen Vitamin D-Wert verursacht werden. Die Mangelsymptome verschwinden nach wenigen Wochen der Vitamin D-Einnahme. Klingt zu einfach? Wer hat gesagt, dass das Leben kompliziert ist? Mal abgesehen von den ganzen Leuten, die davon profitieren, wenn du krank bist und zum Arzt musst.

Oder jene, die gerne verwirrende "wissenschaftliche Theorien" produzieren, die nur von alten Männern in Elfenbeintürmen verstanden werden. Also, das Leben ist so kompliziert, wie wir es machen. Bisher haben wir es meistens sehr kompliziert gemacht, indem für jedes gesundheitliche Problem eine andere Ursache auserkoren wird. Dann kommt das (teure) Medikament, und am Ende der Kette stehen Sie als Konsument.. Patient.. Aber nicht mehr als Mensch.

Tagesbedarf

Jeder Mensch braucht und verbraucht täglich ungefähr 2000 - 5000 Internationale Einheiten Vitamin D. In Lebensmitteln befinden sich nur sehr geringe Mengen davon. Der Bedarf wird durch die Sonne gedeckt, oder durch Nahrungsergänzungsmittel.

Laut staatlichen Stellen benötigen wir nur 600 IE (USA) oder 800 IE (Deutschland) Vitamin D pro Tag. Viele Experten stellen diese konservativen Einschätzungen jedoch mittlerweile in Frage.

So empfehlen renommierte Universitäten wie die Oregon State University oder Forscher wie Dr. Michael F. Holick, täglich 2.000 IE zur Vorbeugung eines Mangels einzunehmen. Auch die Harvard Medical School kommt zum Schluss, dass die gegenwärtigen offiziellen Empfehlungen weit unter dem tatsächlichen Bedarf angesetzt sind.

Vitamin D in der Praxis

Wollen Sie herausfinden, ob Vitamin D Ihnen helfen kann? Dann eignet sich eine dreiwöchige Einnahme.

Meistens zeigen sich schon nach wenigen Tagen bis Wochen die ersten positiven Veränderungen und Mangel-Symptome verschwinden. Der Körper wacht aus seinem Winterschlaf auf und kommt wieder in Schwung. Die Stimmung wird besser. Der Appetit normalisiert sich. Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Tinnitus verschwinden. Zahnplaque geht zurück. Die Knochen werden stärker. Der Bedarf an Schlaf reduziert sich. Infekte bleiben aus oder treten nur stark verkürzt auf.




Referenzen

- Ben Steverman, "Americans Are Dying Faster. Millennials, Too." bloomberg.com 28. Oktober, 2016

- Linus Pauling Institute, Oregon State University. "Linus Pauling Institute Recommendation" lpi.oregonstate.edu

- Harvard School of Public Health "Vitamin D and Health - New Vitamin D Research" hsph.harvard.edu

- Michael F. Holick et al. "Evaluation, Treatment, and Prevention of Vitamin D Deficiency" J Clin Endocrinol Metab July 2011, 96(7):1911–1930.

- Norman AW "The history of the discovery of vitamin D and its daughter steroid hormone." Ann Nutr Metab. 2012;61(3):199-206

- Gröber, et al. "Vitamin D: Update 2013 - Von der Rachitis-Prophylaxe zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge" mikronaehrstoff.de, in Deutsche Apotheker Zeitung, 11.04.2013 Nr. 15